Café Rotkehlchen Köln - Café Story

Und es geht weiter, diesmal nach Köln, ins bezaubernde Café Rotkehlchen! Ein kleines, hippes Café mit urgemütlichem Backstein-Flair mitten in Köln Ehrenfeld. Hier wirbelt die Café-Gründerin Kete Preising energiegeladen, an Holztischen aus der eigenen westfälischen Familienhistorie vorbei, über den gründerzeitlich, blumengemusterten Mosaik-Boden. Im Rotkehlchen steckt nicht nur Liebe und Leidenschaft, sondern auch viel Familie. Oft schauen die Eltern vorbei und immer wieder kommen wir auf ihre Oma zu sprechen, mit deren legendären Kuchenrezepten Kete nun ihre Gäste beglückt.

Den Traum eines eigenen Cafés gab es schon früh. Bevor es dazu kam, zog es Kete aber zunächst nach Australien. Hier schaute sie Baristas über die Schulter, lernte das 1mal1 der modernen Kaffeekunst und wusste, ein Stück Australien nehme ich mit zurück nach Köln. Inspiriert durch die australische Kaffeekultur eröffnete sie im Februar 2013 das Café Rotkehlchen in der Venloer Str. 400 und ist mittlerweile eine richtige Instanz im Viertel.

Als ich morgens ins Café kam, scherzte sie grade mit einem Lieferanten. Nach und nach kamen andere Ladenbesitzer aus der Venloer-Straße vorbei, es wurde gelacht und gegrüßt. Die Bäckerei Schragen um die Ecke liefert die Brötchen, die Ehrenfelder Kaffeerösterei Schamong den Kaffee. Die Stadt zum Dorf machen, nennt Kete das. Gerne geben, einfach weil man gerne gibt, und doppelt zurückbekommen. 

In gewisser Weise symbolisiert Kete für mich den Café-Besitzer. Ein eigenes Café war schon immer ihr Traum, den sie nie aus den Augen verloren hat. Sie liebt die Gastronomie, die Abwechslung, die Gespräche mit den Gästen, den Austausch, die bunte, lebendige Nachbarschaft mit anderen Kleinunternehmern in Ehrenfeld, ihr tolles Team. Sie hat ihre Bestimmung gefunden und ist rundum glücklich in ihrem Rotkehlchen. 

Wie kam es zur Gründung vom Café Rotkehlchen?  Angefangen hat alles mit einem Traum. Meine beste Freundin Sadie und ich haben im Alter von 18 Jahren angefangen von einem eigenen Cafe zu träumen. Diese Spinnerei entwickelte sich schnell zu einer Vision, für dessen Erfüllung ich alles tat. Das Rotkehlchen wurde sozusagen zu meinem Lebenspartner und der Sinn in meinem Leben.

Zusammen mit dem Piepmatz machte ich mich auf den Weg in die weite Welt und ging auf Endeckungstour. Vor der Eröffnung des Cafés war ich zwei Jahre auf Reise und wollte so viel wie möglich lernen und entdecken. Mir war klar, dass man dies mit einem eigenen Café nur im gewissen Maße machen kann. Sadie ist nun stolze Mutter und ich habe das Rotkehlchen eröffnet. Wir sind immer noch beste Freundinnen und ich habe ihr sehr viel zu verdanken. Vielleicht geht der Traum von einem gemeinsamen Café in Zukunft in Erfüllung.

Wie läufts?  Es läuft super. Ich liebe das Café, Ehrenfeld, die Gäste, die Lieferanten aus dem Veedel und besonders mein tolles Team. Alles ist noch schöner als im Traum.

Wie bist Du auf den Namen "Rotkehlchen" gekommen?  Der Name stand schon mit 18 fest. Sadie und Ich haben ihn erfunden. Ich komme vom Dorf und bin sehr naturverbunden. Der Name passt perfekt: Der Vogel symbolisiert Freiheit, Bewegung und Lebensfreude. Genau diese Komponenten findet man im Rotkehlchen.

Was ist das Schönste daran, Café-Besitzer zu sein?  Nachts nach der Party alleine ins Cafe zu gehen und Reste zu essen.

Was hättest Du so nicht erwartet?  Dass so viele Menschen unsere Message verstehen und teilen. Wir geben Liebe und bekommen doppelt soviel wieder. Das ist einfach großartig.

Wie fühlt es sich an, ein eigenes Café zu betreiben?  Super! Ich liebe die Gastronomie. Endlich kann ich sie auf meine eigene Art und Weise gestalten. Ich habe schon im Alter von sechs Jahren Eis verkauft, später Waffeln und Süssigkeiten. Durch die Hotelfachausbildung habe ich das gewisse Know-how bekommen und kann mich nun voll und ganz ausleben. Ein Traumjob!

Lieblingsecke in Deinem Café?  Ich kann mich nicht entscheiden. Der runde Ecktisch ist der alte Stammtisch von meinem Opa und seinen Freunden (aus der Heimat). Der große 6er Tisch ist von meiner Oma. An diesem Tisch habe ich früher Mittag gegessen. Beides also wundervolle Plätze mit schönen Erinnerungen.

Dein momentanes Lieblingsrezept?  Vegane Erdnussbutterkekse. Der absolute Hammer!

Was wünscht Du Dir für die Zukunft?  Ein gesundes Herz mit fröhlichem Schlag! 

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