Café Lindentraum Bonn - Fotoserie Café Story

Mitten im Bad-Godesberger Villenviertel, nicht unweit vom Bahnhof - einmal durch die Unterführung durch, rechts in die Rüngsdorfer Straße einbiegend,  vorbei an wunderschönen Altbauen und großen, grünen Lindenbäumen - entdeckt man bald auf der linken Seite das Café Lindentraum. Im pastell-türkis-rosa Ambiente unter den Bildern des Künstlers Leonardo Raciti findet man ein bunt-gemischtes Publikum aus Müttern, Familien, Schülern und Omas bei Kaffee & Kuchen. 

 Leni Moretti Photography

Hier traf ich mich am Ostermontag zu einem gemütlichen Kaffeeplausch mit der Café-Gründerin Michaela Dissmann und Karin Krubeck von Bonn geht essen. In dem Gespräch mit Michaela merkte man sofort, dass das Lindentraum ein richtiges Herzensprojekt ist, die "Erfüllung eines Traumes", wie sie sagte. Sie wollte ein Café gründen, "in dem ich mich selber auch wohlfühlen würde". Wir fühlten uns jedenfalls sehr wohl! Das Lindentraum ist nicht nur was für den Gaumen, sondern mit seiner gemütlichen Einrichtung und einer Vielzahl an stilvollen Details auch was fürs Auge. 

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Wie kam es zur Gründung des Cafés?  Ich war frisch geschieden, die Kinder nicht mehr ganz klein und da fragte ich mich, wie der neue Lebensabschnitt denn aussehen sollte. Mein Gefühl war, dass ich hier in Bad Godesberg ein neues Café schaffen will, in welches die Menschen kommen und sich etwas gönnen und gerne mit der Freundin vorbeischauen um hier etwas zu quatschen. 

Was ist das schönste daran, Café Besitzerin zu sein? Das Schönste ist vielleicht die Mischung aus „etwas Neues schaffen“ und „das Viertel beleben“ und Menschen hier den Raum zu geben, um sich fallen lassen zu können. 

Was hättest du so nicht erwartet? Niemals habe ich erwartet, dass die Menschen mir vom Tag der Eröffnung an die Türe einrennen. Die ersten 4 Wochen war es einfach nur voll. Übervoll. Ursprünglich sah mein Konzept vor, dass ein paar Bekannte zur Eröffnung kommen und sich dann durch Mundpropaganda langsam mein neues Café herumspricht. 

Wie fühlt es sich an, ein eigenes Café zu betreiben? Nach der Eröffnung dachte ich, „Was hast Du da gemacht?“. Ich fühlte mich in den ersten Wochen jeden Abend wie nach einem Marathon. Das geht sehr an die Substanz und meine durch den Sport erzielte Fitness, hat mir da sehr geholfen. Es macht Spaß an diesem Ort in Godesberg Menschen zusammenzubringen und ihre Zufriedenheit zu sehen. 

Dein momentanes Lieblings(Kuchen)rezept? Das ist aktuell der Karottenkuchen. Aber ich sage ganz ehrlich, dass ich lieber Teig schlecke, als Kuchen esse. Ich bin nach so einem Kuchenstück immer pappsatt. Teig kann ich viel mehr naschen. 

Was wünschst du dir für die Zukunft? Tatsächlich möchte ich meinen Standard erstmal halten können. Dazu gehören auch zufriedene Gäste. Ein bisschen Angst habe ich davor, dass ich dauernd Neues erfinden muss um die Gäste bei Laune zu halten. Da werde ich noch eine gute Balance zwischen neuen Ideen und Zufriedenheit finden müssen.

Vielen Dank an Karin, die das Interview geführt hat. Eine Fortsetzung dieses Beitrags findet Ihr auf Karin's Blog Bonn geht essen.

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