Pasticceria Mangiarte Berlin Prenzlauer Berg - Café Story

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Immer wenn ich mit dem Fahrrad von Friedrichshain nach Prenzlauer Berg fahre, um meine Fotoabzüge im Fachlabor abzuholen, komme ich an der italienischen Konditorei Pasticceria Mangiarte in der Danziger Straße 23 vorbei. Oft halte ich dort auf der Rückfahrt an und bestelle mir einen Cappuccino mit einem köstlichen Stück Kuchen. Oder besser "Küchlein", denn die Backwaren hier sind klein, dafür aber kulinarische Kunstwerke mit so melodisch klingenden Namen wie Mimosa, Cannoli und Cornetto! 

Die Pasticceria, die Ende März 2015 eröffnet hat, ist für mich eines der schönsten Cafés in Berlin. Wenn man in die italienische Konditorei kommt, fühlt mich sich gleich wie in Italien - unverputzte Backsteinwände und weiße Tische mit goldenen Lampen, dazu warmes Licht und frische Blumen geben der Pasticceria ein ganz wunderbares, gemütliches Ambiente. Ich freue mich sehr, Euch heute die zwei sympathischen Inhaber dieses Schmuckstücks vorzustellen, Berardo Fatiguso und Ivan Gigante.

Die beiden Italiener aus Apulien, die nur wenige Kilometer voneinander aufgewachsen sind, haben sich erst in Berlin über gemeinsame Freunde kennengelernt und dieses Jahr ihren Traum von einem eigenen Café mit italienischer Backkunst verwirklicht. Ein Besuch lohnt sich!

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Wie kam es zur Gründung der Pasticceria Mangiarte?

Berardo: Lange habe ich davon geträumt einen eigenen Laden aufzumachen. In Ivan habe ich den perfekten Partner dafür gefunden. Im Mangiarte bin ich der Gastgeber. Ich unterhalte mich gern mit den Gästen und berate Sie an der Theke. Ich möchte ihnen die wundervolle Welt der italienischen Gebäcke und Kaffeespezialitäten zeigen. Mir war es auch besonders wichtig, eine gemütliche Atmosphäre im Laden zu schaffen. Wer möchte, kann sich entspannt in die Sonne setzen, drinnen in Ruhe Zeitung lesen oder einfach ein paar Teilchen aus der Theke mit nach Hause nehmen. Unsere Gäste sollen sich hier wohl fühlen und ein bisschen Urlaub in Italien machen.

Ivan: Als Berardo mir von seiner Idee, eine italienische Konditorei in Berlin zu eröffnen, erzählt hat, war ich Feuer und Flamme. Ich backe leidenschaftlich gern und habe mich in einer Pasticceria in Bologna von einem Meisterbäcker ausbilden lassen. Dennoch konnte ich dort meine Kreativität nicht ausleben. Ich bin auch Künstler – ich arbeite als Maler – und diese Kunst bringe ich in meine Kreationen ein. In der Backstube möchte ich kulinarische Kunstwerke erschaffen – optisch und geschmacklich. Die Idee, kleine Backwerke zu erschaffen, soll den Gästen die Möglichkeit geben, sich durch die verschiedenen Köstlichkeiten durchzuprobieren. Natürlich backe ich traditionell italienisch aus den verschiedenen Regionen Italiens. Aber die italienischen Gebäcke, besonders die süditalienischen, sind viel zu süß. Daher verändere ich die Rezepte und erschaffe mit meinen eigenen Ideen Neues. 

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Was habt Ihr vorher gemacht?

Berardo: Wir haben schon so lange wir  denken können  in der Gastronomie gearbeitet. Ich habe eigentlich Philosophie studiert – und natürlich kann man auch auf der ganzen Welt philosophieren – aber in der Gastronomie trifft man die verschiedensten Leute und das finde ich toll. Ich bin vor zehn Jahren nach Berlin gekommen und lebe sehr gern hier. 

Wie seid Ihr auf den Namen "Pasticceria Mangiarte" gekommen?  

Im "Mangiarte" ist der Name Programm! Mangi und Arte – übersetzt bedeutet das Essen und Kunst. Und genau das ist das Konzept der italienischen Konditorei. Hier wird Essen zur Kunst erhoben. Das fängt in der Backstube an und endet im Magen.

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Wie läuft's?  

Vor allem sind  Berliner Italiener Stammgäste bei uns. Doch egal woher die Gäste auch kommen mögen, es erwartet sie ein Urlaub in Italien.

Was ist das Schönste daran, Café-Besitzer zu sein?    

 Unsere Kreativität ausleben zu können.

Was hättet Ihr so nicht erwartet? 

Die anfängliche Zurückhaltung einiger deutscher Gäste gegenüber italienischen Backwaren. 

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Wie fühlt es sich an, ein eigenes Café zu betreiben?    

 Bis jetzt fühlt es sich gut an. 

Lieblingsecke in der Pasticceria?  

Bei der Hitze zurzeit hinter der Vitrine beim Kühlschrank!

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Lieblingskaffee und Lieblingskuchen?

Ivan: Espresso mit einem Schokoladen-Bigné oder Cornetti.

Berardo: Am liebsten mag ich unsere kleinen süßen Häppchen. Ivan überrascht mich immer mit einer neuen leckeren Kreation und so bekomme ich genau das, wonach ich Heimweh hätte. 

                                                                 

                                                                 

Soundtrack der Pasticceria?

Die Musik, die bei uns im Café läuft, ist manchmal untypisch für eine Konditorei - Italopop, 50er-, 60er- und 70er Jahre Musik, Punk, Rock, Electro. 

Was wünscht Ihr Euch für die Zukunft?

Mehr Kunden!

Was macht die Pasticceria noch aus?  

Wir benutzen nur natürliche Zutaten und stellen alles selbst her. Vom Teig bis zur Füllung – egal ob süß oder herzhaft.  

Für besondere Anlässe können bei uns auch kreative Motto-Torten bestellt werden. Auch für ein Catering bei Events, Privatfeiern oder für ein besonderes Buffet bei einem Fest kann eine spezielle Auswahl zusammengestellt werden.

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Gibt es eine Begegnung mit einem Gast, die Euch besonders in Erinnerung geblieben ist?

Ein deutsches Mädchen, die  gerade zurück aus dem Urlaub in Italien war. Sie ist in unsere Konditorei gekommen, um Gebäck zu kaufen  und erzählte mir, dass sie damit ihren Urlaub in Italien verlängert.

Welches Café könnt Ihr mir für unser Café Portrait als nächstes empfehlen?

Die Bravko Kuchenwerkstatt in der Lausitzer Straße, wo Ivan vorher gearbeitet hat!

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