Black Coffee Pharmacy Bonn - Fotoserie Café Story

 Leni Moretti Photography

Mein drittes Café-Portrait und ich kann es kaum erwarten, das nächste zu fotografieren! Es macht einfach soviel Spaß, die Atmosphäre eines Café's festzuhalten, die Person dahinter mit ihrer individuellen Lebensgeschichte kennenzulernen und sie inmitten ihres Cafés, das man mit viel Arbeit, Herzblut und Liebe aufgebaut und gestaltet hat, zu porträtieren. 

Meet Silke Thun, professional Barista und Besitzerin der Black Coffee Pharmacy in der Bonner Südstadt. Gleich um die Ecke vom Rewe und neben der Straßenbahnhaltestelle (was für ein Wort!) Weberstraße hat sie die ideale Lage gefunden. Das Besondere: zum Café gehört auch eine mobile Espressobar, die in der Mittagszeit mit italienischem Charme die Ministerien versorgt.

In der Black Coffee Pharmacy bekommt man Latte Art (Kunst aus Milchschaum und Espresso) vom Feinsten und schon nach ein paar Minuten im Café merke ich, dass sich mir hier eine ganz neue Welt auftut und es sich wirklich um eine Kunst handelt. Nicht umsonst gibt es Latte-Art- und Barista-Meisterschaften.

Soviel Kaffee, wie bei diesem Shooting, habe ich glaube ich noch nie getrunken. Schließlich wollten wir die perfekte Milchschaumkrone ablichten. Und als Kenner weiß man: Nur frischer Schaum ist wirklich gut. Nach ihrem Lieblingskaffee gefragt, antwortet Silke Thun: "Espresso Macchiato! Genau das richtige Verhältnis zwischen Milch und Kaffee." Wer Silke persönlich kennenlernen und mehr über die professionelle Kaffee-Zubereitung erfahren möchte, kann bei ihr auch Barista-Kurse buchen.

 Leni Moretti Photography

Wie kam es zur Gründung der Black Coffee Pharmacy?  Meine Kinder waren fast erwachsen, meine Ehe geschieden und ich wußte, dass ich eine neue Aufgabe für den nächsten Lebensabschnitt finden musste. Menschen einen Kaffee servieren und individuell auf sie dabei eingehen zu können, war mein größter Traum und den habe ich mir nun verwirklicht.

Wie läuft`s?  Ich bin zufrieden. Meine Gäste kommen immer wieder, weil sie überzeugt sind von meiner Qualität und weil ich ihnen jeden Tag ein Stückchen Heimat mit ihrem Kaffee serviere. 

Was ist das Schönste daran Café-Besitzerin zu sein?  Es entstehen ganz viele persönliche Kontakte. Die mobile Espressobar ist wie eine Küche und das Café wie ein Wohnzimmer. Ich kenne meine Kunden, weiss wie ihre Kinder heißen, weiß, wann sie in Urlaub sind, wo sie gerade Bewerbungen laufen haben, ob es Streit mit den Nachbarn gibt usw. Die tägliche Dosis Menschlichkeit zu verbreiten, ist mein größter Wunsch.

Was hättest du so nicht erwartet?  Meine Gäste akzeptieren mich als Teil ihrer Familie. Während man auf den Kaffee wartet, erzählt man noch kurz etwas. Wie leicht ich in die Südstadt und ihre Bewohner als selbstverständlich integriert wurde, hat mich sehr positiv überrascht.

Wie fühlt es sich an, ein eigenes Cafe zu betreiben?  Wundervoll. Menschen eine Auszeit zu geben und ihren Lieblingskaffee zuzubereiten ist ein großes Vertrauensverhältnis, das ich sehr schätze.

Dein momentanes Lieblings(Kuchen)Rezept?  Karottenkuchen. Ich nutze ein neuseeländisches Rezept, dass ich nur wenig abwandelt habe und welches alle Gäste gerne essen und ich eben auch.

Was wünschst du dir für die Zukunft?  Dass das Café richtig fliegt und ich etwas mehr Planung abgeben und mich neuen Ideen widmen kann. Es gibt so viele Ideen und Entwicklungsmöglichkeiten, die ich so gerne noch in Angriff nehmen würde.

Vielen Dank an Karin, die das Interview geführt hat. Eine Fortsetzung dieses Beitrags findet Ihr auf Karin's Blog Bonn geht essen.

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