5 goldene Regeln für zeitlose Kinderportraits wie vom Profi

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Du würdest gerne ein schönes Portrait mit verschwommenem Hintergrund machen, aber hast keine Ahnung, wie das geht? Du hast eine neue Kamera zu Weihnachten bekommen, aber weißt nicht, wie Du sie bedienst?

Das ist ganz einfach! Dabei gibt es nur 5 kleine Dinge zu beachten, auf die ich gleich Schritt für Schritt eingehe.

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Nachdem ich Dir vor ein paar Wochen erklärt habe, wie Du ganz einfach Deine herumhüpfenden Kinder auch mit wenig Licht in Eurem Zuhause fotografierst, zeige ich Dir heute, wie Du mit Deiner Kamera draußen im Freien so ein zeitloses Kinderportrait machen kannst, wie von der kleinen Alma oben. Das einzige, was Du brauchst, ist eine Spiegelreflex- oder Systemkamera, bei der Du manuell Blende, Zeit und ISO einstellen kannst. 

Damit diese Tipps funktionieren, ist es wichtig, dass Du Dein Kind draußen fotografierst. Denn für dieses Portrait brauchen wir ausreichend Tageslicht. Für Fotos in Innenräumen gelten andere Regeln. Wenn Du wissen möchtest, wie ich auch in Wohnungen mit wenig Licht helle Familienfotos mache, findest Du hier 5 Tipps dazu. 

 

1. Große Blende

Vergiss den Vollautomatik-Modus! So ein freigestelltes Kinderportrait mit einem butterweichen, verschwommenen Hintergrund bekommst Du am besten mit der Zeit-Automatik. Das heißt, Du stellst manuell selber die Blende ein und die Kamera kümmert sich um den Rest. So geht’s:

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Erstens. Stelle Deine Kamera auf Zeit-Automatik. Bei den meisten Kameras ist das der Buchstabe „A“ oder "AV". 

Zweitens. Jetzt stellst Du die Blende ein, dort wo das Kürzel  f/  steht. Die Zahl hinter f/ steht für die Blendenöffnung. Was das bedeutet, interessiert uns jetzt nicht. Wichtig ist nur eins: hier wählst Du die kleinste mögliche Zahl. Also eine 3.5 oder 2.8 oder noch besser eine 2.0 oder 1.8. Je kleiner diese Zahl, desto verschwommener der Hintergrund. 

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Und warum heißt das jetzt große Blende? Ist doch ne kleine Zahl! Stimmt. Aber je kleiner diese Zahl ist, desto weiter geöffnet (= größer) ist die Blende, also die Öffnung im Objektiv durch die das Licht in die Kamera kommt. Ich könnte jetzt zum Erklärbär werden, aber diese Info reicht fürs erste. Das Mysterium der Blende erkläre ich Euch ganz unkompliziert und leicht verständlich im Juni. Dann wird es hier einen ganzen Monat lang darum gehen, wie Du den manuellen Modus meisterst.

 

2. Weiter Hintergrund

Auch ganz wichtig: je mehr freie Fläche hinter Deinem Kind ist, desto mehr Tiefenschärfe wird Dein Kinderfoto haben. Wenn Du Dein Kind vor einer Wand oder Büschen (Foto links) fotografierst, wirst Du keinen verschwommenen Hintergrund haben. Auf einer Grünfläche im Park oder auf einem Feld (Foto rechts) schon. Je mehr „Weite“ Du im Foto hast, also "Raum" hinter Deinem Fotomotiv bzw. Abstand zum Hintergrund, desto besser.  

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3. Schatten

Da wir mit Zeit-Automatik fotografieren, ist es besser, das Kinderportrait nicht in der direkten Sonne oder im Gegenlicht zu machen. Das kann Deine Kamera nämlich aus dem Konzept bringen sozusagen.

Das Einfachste ist es, wenn Du Dein Kind am Anfang im Schatten fotografierst. Bei ausreichend Tageslicht natürlich, nicht im abendlichen Dämmerlicht.  Dann kann eigentlich nichts schief gehen. Wenn das gut klappt und Du Dich besser mit den Einstellungen Deiner Kamera auskennst, kannst Du Dich auch an andere Lichtsituationen heranwagen. Aber erstmal: im Schatten oder wenn es bewölkt ist.

 

4. Fokus auf den Augen

Bei Portraits mit großer Blende ist der Bereich des Fotos, der scharf ist, sehr gering. Um nicht zu technisch zu werden, erkläre ich jetzt nicht, warum das so ist. Hier solltest Du Dir nur eins merken: Immer auf die Augen fokussieren! Wir wollen ja kein Kinderportrait, wo die Nasenspitze oder das Ohr im Fokus ist. 

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Fokus ist nochmal ein eigenes Thema für sich, das hier den Rahmen sprengen würde. Wer sich damit näher beschäftigen möchte, findet dazu hier ein gutes Einsteiger-Video

 

5.    Natürliches Lachen

Du kannst ein technisch perfektes Bild haben, ohne echte Emotionen fehlt etwas. Der Schlüssel zu einem zeitlosen Kinderportrait ist ein ehrliches, fröhliches Lachen. Ich erzähle den Kindern immer lustige Witze (Pupswitze sind super), ziehe Grimassen und habe ein paar Kinderreime auf Lager, wie diesen hier:

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Ein Huhn, das fraß, man glaub es kaum, ein Blatt von einem Gummibaum. Dann lief es in den Hühnerstall und legte einen Gummiball. 

Noch ein paar Hinweise zum Schluss. Die Tiefenschärfe (also wie unscharf der Hintergrund) ist, hängt von vielen Faktoren ab. Zum Beispiel, wie nah Du Dein Kind fotografierst bzw. mit welchem Abstand. Ist nur das Gesicht auf dem Bild, wird der Hintergrund deutlicher verschwimmen, als wenn die Kleinen von Kopf bis Fuß im Foto sind.

Die Kamera und das Objektiv spielen auch eine wichtige Rolle.   Wenn Ihr ein Zoomobjektiv habt, probiert das mal aus. Mit dem Zoom wird der Effekt der Tiefenschärfe im Foto noch verstärkt. 

Mit diesen 5 Tipps wirst Du einem schönen Kinderportrait ein gutes Stück näher kommen und ich freue mich sehr auf Euer Feedback in den Kommentaren! 

 
 

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