Richtig filmen: 6 Tipps, wie Du selber unvergessliche Familienvideos erstellst

Familienfilme im Alltag oder auf Reisen selber machen? Das geht ganz einfach! In diesem Gastbeitrag gibt Dir Franzi von Three Little Pumpkins Tipps und Ideen, wie Du mit dem Handy oder der Kamera unvergessliche Videos von Deiner Familie erstellst!

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Ende 2016 habe Franzi und ihre Familie für eine Homestory in ihrem wunderschönen Zuhause in Berlin besucht. In der Zwischenzeit ist einiges passiert: Franzi hat einen tollen Blog gegründet, auf dem sie ihre Liebe für gutes Essen und Reisen teilt und im Oktober erwartet sie Baby No. 4!

Schon lange bewundere ich auf Instagram nicht nur ihre gesunden, leckeren Rezepte (die Frühstücks-Bowls müsst Ihr Euch mal anschauen!), sondern auch ihre Familienvideos. Da mir Familienfilme sehr am Herzen liegen, habe ich Franzi gefragt, ob sie nicht Lust hätte, ihre wichtigsten Video-Tipps verraten mag. Hier sind sie! 

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Gastbeitrag von Franzi Seifert von Three Little Pumpkins

 

Ich habe unsere Kinder schon immer viel fotografiert und bin dankbar dafür, dass ich unzählige, wunderschöne Fotos als Erinnerung habe. Allerdings habe ich für mich vor 2 - 3 Jahren festgestellt, dass Familienvideos, insbesondere Videos meiner Kinder, noch mal etwas ganz besonderes sind. Sie versetzen einen in den Moment zurück und lassen uns ein Stückchen weit diese Erinnerung noch einmal erleben.

 

1. Kamera und/oder Handy

Ich benutze beides. Aber im Alltag doch vorwiegend das iPhone X, weil ich es schneller zur Hand habe, wenn meine Drei um mich herumrennen und ich schnell einen schönen Moment festhalten möchte. 

Wenn wir auf Reisen sind, darf unsere Nikon D750 allerdings nicht fehlen. Als zweites kommt dann meistens die Frage, welches Objektiv das geeignetste auf Reisen ist und da kann ich aus der Erfahrung für uns ganz klar sagen, dass mein 24 - 85 mm Zoom Objektiv von Nikon unverzichtbar ist. So kann ich die Kids auch super aufnehmen, wenn sie ein Stückchen weiter weg von uns spielen und bin einfach viel flexibler in den Aufnahmen.

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2. Die perfekte Aufnahme

Nicht nur beim Filmen, auch beim Fotografieren, hat man manchmal das Gefühl, dass man eine bestimmte Einstellung haben muss, um den perfekten Moment aufzunehmen. Und man neigt dazu, seinen Kindern Vorgaben zu machen, könntet ihr euch dort hinstellen oder hier her lächeln.

Doch um ehrlich zu sein, macht das für niemanden in der Familie Spaß und am Ende spiegelt dies auch nicht den wahren Moment wieder.

Deswegen kann ich euch nur ans Herz legen, mit der Kamera oder dem Handy bereit, aber auch geduldig zu sein. Beobachtet eure Kinder beim Spielen und lasst sie ihr Ding machen. Dann kommt von ganz alleine der richtige Moment zum Filmen. Wir sollten nicht vergessen, dass es darum geht, Erinnerungen festzuhalten und diese im jetzigen Moment aber auch zu genießen. 

 

3.  Nicht zu lange Aufnahmen

Ich denke, dass jeder der Neueinsteiger im Bereich Videos ist, dazu tendiert, viel zu lange Videos aufzunehmen. Jedenfalls ging es mir am Anfang so. Gerade wenn wir mit unserer Familie reisen, werden verständlicherweise um einiges mehr Videos gefilmt als im Alltag. Aber gerade wenn du vor hast, die verschiedenen Videos von einer Reise in EIN Video zusammen zu schneiden, solltest du schon beim Filmen das Editieren nicht ganz aus den Augen verlieren und was du am Ende mit den Videos ausdrücken möchtest. 

Es bringt am Ende niemanden etwas, über eine immens große Zahl an Gigabyte-Videomaterial zu sitzen und sich stundenlang beim Editieren dort durchzukämpfen. Da geht leider sehr schnell die Lust verloren und die Wahrscheinlichkeit, dass das Video nicht fertig geschnitten wird, ist groß.

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4. Abwechslung mit Bewegung und verschiedenen Kameraperspektiven

Abwechslung macht das Video erst so richtig interessant. 

Damit meine ich zum einen die Bewegung innerhalb der Aufnahme, als auch die Bewegung der Kamera. 

Wenn ihr eure Kids beim Spielen filmt, habt ihr die Bewegung in der Aufnahme, aber wenn ihr z.B. den wunderschönen Ausblick über den Lago Maggiore im Sonnenaufgang filmt, ist es innerhalb der Aufnahme sehr ruhig und ihr erzeugt die Bewegung, in dem ihr eure Kamera in eine bestimmte Richtung schwenkt. Ich finde den Wechsel solcher Aufnahmen innerhalb eines Videos wichtig, um das ganze nicht zu eintönig wirken zu lassen. 

Wechselt auch zwischen weiten und nahen Aufnahmen. Zwischendurch ein paar Detailaufnahmen zu haben, macht das Video auch interessanter. Genauso solltet ihr versuchen mit den verschiedenen Kameraperspektiven zu spielen. 

Man tendiert dazu, viel in der Normalsicht, also auf der eigenen Augenhöhe zu filmen. Aber gerade, um für Abwechslung zu sorgen und auch verschiedene Emotionen auszulösen, solltet ihr versuchen die Perspektiven ab und zu zu wechseln. Begebt euch auf die Augenhöhe eurer Kids oder filmt etwas von oben. Ihr werdet sehen, dass macht das fertig geschnittene Video am Ende viel lebendiger.

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5. Im Querformat filmen

Auch wenn das Smartphone hauptsächlich im Hochformat genutzt wird, solltet ihr unbedingt daran denken im Querformat zu filmen. Denn alle anderen Medien wie Monitore, Fernseher und Beamer, lassen Filme im Querformat laufen. Im Hochformat habt ihr jeweils schwarze Balken links und rechts, welche das Video unansehnlich machen. Also denkt immer daran, wenn ihr das Video nicht ausschließlich auf euren Smartphones schauen wollt, das Handy um 90 Grad zu drehen. 

 

6. Bearbeitung/Zusammenschneiden

Sobald ich meine Videos auf dem Computer geladen habe, sortiert mein Videoprogramm sie mir chronologisch und ich ziehe erstmal alle Videos in ganzer Länge in mein neues Projekt. Ihr werdet sehen, dabei fallen meistens schon viele Videos weg, denn am Ende braucht ihr keine 10 Videos, wie die Kids Eis essen, sondern es tut eine Aufnahme.

Sobald ich genau weiß, welche Aufnahmen ich im Video haben will, fange ich damit an, sie zuzuschneiden und dabei ist ein Abschnitt selten länger als 5 Sekunden. Das hört sich erstmal sehr kurz an, aber glaubt mir, das reicht völlig aus.

Wenn ich damit grob fertig bin, lade ich mir einen passenden Musiktitel in die Timeline und versuche meine Abschnitte dazu noch etwas anzupassen. Am Ende habe ich meistens Videos von 3-4 Minuten Länge und ich finde das ist auch genau die richtige Länge, um es für den Zuschauer interessant zu halten.

Ich selbst bearbeite unsere Videos an meinem MacBook und benutze FinalCutPro X. Mir ist allerdings klar, dass das Programm nicht ganz günstig ist und es für den Einstieg auch andere Programme tun, wie z.B. iMovie.

Aber falls euch das Video Thema wirklich gepackt hat, kann ich jedem nur FCPX empfehlen, dort habt ihr sehr viele Möglichkeiten eure Videos nach eurem Geschmack zu bearbeiten und noch dazu finde ich, ist es sehr intuitiv zu bedienen. 

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