Du möchtest schöne Baby- oder Neugeborenenfotos selber machen? In diesem Babyfotografie Guide für Mamas zeige ich dir die wichtigsten Grundlagen, mit denen dir natürliche Babyfotos zu Hause gelingen.
Als ich Ende 2020 Mama geworden bin, hatte ich plötzlich mein Lieblingsmotiv rund um die Uhr zu Hause. Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass sich Babyfotos mit dem eigenen Kind oft ganz anders anfühlen, als ein professionelles Babyshooting.
Genau deshalb möchte ich dir in diesem Guide nicht nur mein Wissen als Baby- und Familienfotografin, sondern auch meine Erfahrungen als Mama weitergeben.
Der Babyfotografie Guide ist in vier große Bereiche unterteilt:
Vorbereitung und Timing
Licht und Umgebung
Kameraeinstellungen
Bildgestaltung und kreative Babyfoto-Ideen
VORBEREITUNG UND TIMING
Wann ist der beste Zeitpunkt für Babyfotos?
Die ersten zwei Wochen nach der Geburt eignen sich besonders gut für natürliche Neugeborenenfotos. In dieser Zeit schlafen die Kleinen viel, haben noch keine Babyakne und lassen sich meist entspannt fotografieren. Ab dem dritten Monat kann man wache Babyfotos mit dem ersten Lächeln festhalten und ab dem sechsten Monat können viele Babys schon selbstständig sitzen.
Als Mama weiß ich, wie schnell diese Zeit vergeht. Glaub mir, jede Entwicklungsphase hat ihren eigenen Zauber und verdient es, festgehalten zu werden.
Neugeborenenfotos mal anders: Hier habe ich unsere Hände fotografiert, als mein Sohn zwei Wochen alt war.
Wann ist die beste Tageszeit für Babyfotos?
Vormittags ist in der Regel die beste Zeit für entspannte Babyfotos, nach dem Stillen oder Füttern und nach einer längeren Schlafphase. Der späte Nachmittag oder Abend ist eher ungeeignet, da viele Babys dann den Tag verarbeiten und unruhiger sind.
Natürliche Neugeborenenfotos zu Hause klappen auch sehr gut auf Mamas oder Papas Arm.
Was ziehe ich meinem Baby an?
Schlichte, bequeme Kleidung eignet sich für dein Baby am besten. Zurückhaltende Farben, wie Pastell-, Erd- oder Beigetöne, wirken auf Fotos meist zeitloser als bunte Babysachen mit großen Mustern oder Aufdrucken. Farbige Babystrampler können aber auch schön aussehen und ein toller Farbtupfer im Foto sein. Babyoutfits mit Kragen und Kapuzen solltest du eher vermeiden. Für den Herbst/Winter/Frühlingsanfang eignen sich Strick- und Wollmaterialien sehr gut, da sie den Fotos eine gemütliche Atmosphäre geben.
Hier habe ich mein Herbstbaby in seinem Babynestchen direkt unter das Fenster geschoben, um genug Licht für das Foto zu haben.
Wenn ihr als Familie gemeinsam fotografiert werdet, sieht es schön aus, wenn ihr farblich abgestimmt seid. Sehr gut harmonieren die Farben türkis, blau, grün und gelb zusammen.
Muss mein Baby schlafen?
Nein. Wunderschöne Babyfotos entstehen sowohl im Schlaf als auch im wachen Zustand. Plane das Shooting möglichst nach dem natürlichen Rhythmus deines Babys. Ein sattes, zufriedenes Baby macht meistens entspannter mit als eines, das gerade müde oder hungrig ist.
Wie bereite ich mein Zuhause vor?
Du musst deine Wohnung nicht perfekt aufräumen. Viel wichtiger ist ein heller Platz in der Nähe eines Fensters und eine angenehme Raumtemperatur, besonders wenn dein Baby nur einen Strampler oder gar keine Kleidung trägt. Alles andere darf ruhig nach echtem Familienalltag aussehen.
Bei meinen Babyshootings fotografiere ich oft im Schlafzimmer und empfehle hier gerne helle (weiße, beige, hellgrau) Bettwäsche oder eine Tagesdecke ohne Muster. So haben wir einen neutralen Hintergrund, der nicht zu sehr vom Baby ablenkt.
Wie bleibt mein Baby während des Shootings entspannt?
Das Wichtigste ist, dass du selbst ruhig bleibst. Babys spüren sofort, wenn wir gestresst sind. Wenn dein Baby unruhig wird oder weint, macht einfach eine kleine Pause. Kuscheln, Stillen oder Wickeln wirken oft wahre Wunder. Die schönsten Fotos entstehen, wenn sich dein Baby sicher und geborgen fühlt.
Sollten weder Wickeln noch Stillen helfen, probiert es mal mit diesen Tricks:
Den Fön anmachen! Die angenehme Wärme (aus sicherer Distanz!) und das summende Geräusch beruhigt viele Babys.
Es gibt auch Apps für eine angenehme Geräuschkulisse, in der sich Babys ruhig und geborgen fühlen. Von Waschmaschinengeräuschen bis Vogelgezwitscher ist alles dabei.
Was auch immer gut funktioniert, sind Baby-Spieluhren, wie in guten alten Zeiten.
Ihr habt einen Fitnessball? Wunderbar! Die leicht hüpfende Bewegung in Kombination mit dem Föngeräusch beruhigt auch viele Babys.
Manche Babys mögen es, eng in ein Tuch oder eine Decke eingewickelt zu werden.
Welche Alltagsmomente sollte ich unbedingt fotografieren?
Versucht, nicht ständig in die Kamera zu schauen. Viel wertvoller sind die kleinen Momente dazwischen: Kuscheln auf dem Bett, ein Gähnen nach dem Aufwachen, winzige Händchen und Füßchen, das Stillen, Baden oder das Einschlafen auf Mamas oder Papas Brust. Echte Momente eures Alltags werden später so wertvolle Erinnerungen für euch sein.
Hier habe ich mich selber mit der Babytrage fotografiert, weil ich mich für immer an dieses Gefühl erinnern wollte, ihn ganz nah bei mir zu haben. 💛
Komm als Mama mit aufs Bild
Habe deine Kamera griffbereit!
Noch ein persönlicher Tipp, bevor wir uns das Thema Licht anschauen… Die ersten Wochen mit meinem winzigen Neugeborenen habe ich vor allem kuschelnd im Bett verbracht und meine Kamera lag dabei meistens auf dem Nachttisch.
Hier habe ich dem Papa meines Sohnes schnell die Kamera in die Hand gedrückt. Hätte ich sie erst suchen müssen, wäre dieser schöne Schnappschuss von uns nie entstanden:
2. DAS RICHTIGE LICHT UND DIE UMGEBUNG
Wo mache ich zu Hause die schönsten Babyfotos?
Die schönsten Babyfotos entstehen meistens dort, wo ihr euch als Familie am wohlsten fühlt. Dort, wo ihr kuschelt, stillt oder einfach gemeinsam Zeit verbringt.
Wenn du ein längeren Babyshooting zu Hause planst, suche dir am besten den hellsten Platz in eurer Wohnung. Meistens ist das direkt vor einem großen Fenster. Je mehr Licht du für deine Babyfotos hast, desto besser klappt es mit scharfen, hellen Babyfotos.
Welches Licht eignet sich am besten für natürliche Babyfotos?
Für natürliche Babyfotos brauchst du kein Blitzlicht und keine teure Studioausrüstung. Am schönsten wirkt weiches Tageslicht, das durch ein großes Fenster in den Raum fällt.
Vermeide möglichst direkte Mittagssonne, denn sie erzeugt harte Schatten im Gesicht. Ein leicht bewölkter Tag oder indirektes Fensterlicht sorgt dagegen für eine weiche und natürliche Ausleuchtung.
Wie fotografiere ich mein Baby bei wenig Licht?
Auch in einer dunkleren Wohnung kannst du schöne Babyfotos machen. Gehe so nah wie möglich ans größte Fenster der Wohnung und schalte alle Lampen aus. Das sieht meistens viel schöner aus, als wenn sich warmes Lampenlicht und Tageslicht miteinander mischen.
Wenn das Licht trotzdem nicht ausreicht, kannst du den ISO Wert deiner Kamera etwas erhöhen. Moderne Kameras liefern auch bei höheren ISO Werten noch sehr gute Ergebnisse. Ein Blitz ist in den meisten Fällen nicht nötig.
Für dieses Neugeborenenfoto habe ich den Papa an einem dunklen Herbsttag gebeten, sich genau neben das Fenster zu setzen.
Wie nah sollte ich mein Baby am Fenster fotografieren?
Je näher du am Fenster fotografierst, desto weicher und heller wird das Licht auf dem Gesicht deines Babys. Oft reichen schon ein bis zwei Meter Abstand aus, um wunderschöne natürliche Babyfotos zu machen.
Steht ihr dagegen mitten im Raum, wird das Licht deutlich schwächer. Wenn deine Fotos zu dunkel werden, geh einfach noch einen Schritt näher ans Fenster. Oft macht das schon einen riesigen Unterschied. Ich fotografiere bei meinen Babyshootings meistens direkt in Fensternähe.
Das hat nämlich noch einen weiteren großen Vorteil:
Dadurch „leuchten“ die Augen deines Babys richtig und durch die Lichtpunkte um die Pupille bekommt dein Babyporträt das gewisse Etwas. Wie du so ein Strahlen in den Augen bekommst, zeige ich dir in diesem Video.
Welche Hintergründe wirken auf Babyfotos besonders schön?
Der Blick soll auf deinem Baby liegen und nicht auf einer unruhigen Einrichtung. Deshalb wirken helle Bettwäsche, schlichte Decken und neutrale Farben bei einem DIY Babyshooting, das du zu Hause selber machst, meistens am schönsten.
Du musst dafür nicht die ganze Wohnung aufräumen. Oft reicht es schon, ein paar auffällige Gegenstände aus dem Bild zu nehmen oder den Blickwinkel leicht zu verändern.
Helle, neutrale Farben im Zimmer, wie helle Decken oder weiße Wände reflektieren das Licht sanft auf dein Baby. Ein großer Vorteil gerade in dunklen Wohnungen.
Ein kleines Babyshooting zu Hause zu fotografieren, ist eine schöne Sache, keine Frage. Das habe ich mit meinem Baby auch hin und wieder gemacht. Am meisten bedeuten mir aber heute in meinen Babyalben die Fotos, die im ganz normalen Alltag entstanden sind und authentisch zeigen, wie unser Zuhause damals ausgesehen hat.
Welche Wohnung sieht mit Baby schon aus, wie aus einem Einrichtungsmagazin? Hier habe ich bei einem Drillingsshooting natürlich ganz “klassische” Babyfotos auf dem Bett mit einem ruhigen Hintergrund gemacht. Aber es war mir wichtig, für die Familie auch das ganz normale Babychaos zu dokumentieren:
Kann man Babyfotos auch draußen machen?
Ja, natürlich. Wenn dein Baby schon ein bisschen älter ist, entstehen besonders im Frühling, Sommer und Herbst draußen wunderschöne Babyfotos. Ein schattiger Platz im Garten oder Park sorgt für weiches Licht und eine natürliche Atmosphäre.
Mit einem Neugeborenen fotografiere ich aber am liebsten zu Hause. Dort ist es warm, ruhig und ihr habt alles in greifbarer Nähe. Das nimmt einfach unglaublich viel Druck raus und macht das Fotografieren viel entspannter.
3. KAMERA EINSTELLUNGEN UND TECHNIK
Welche Kamera eignet sich für schöne Babyfotos?
Du brauchst keine Profi Kamera für schöne Babyfotos. Wenn du bereits eine Kamera besitzt, die einen manuellen Modus (M) hat, reicht das völlig aus. Viel wichtiger als die Kamera ist, dass du lernst, das vorhandene Licht richtig zu nutzen und deine Kamera zu verstehen.
Fotografierst du bisher mit dem Smartphone? Auch damit kannst du wunderschöne Erinnerungen festhalten. Wenn du deine Fotos aber gezielt verbessern und den Hintergrund schön unscharf bekommen möchtest, lohnt sich der Umstieg auf eine Kamera, an der du das Objektiv wechseln kannst.
Falls du gerade auf der Suche nach einer Kamera bist, würde ich dir als Einsteigerin zu einer spiegellosen Systemkamera raten. Sie sind leicht, einfach zu bedienen und damit kannst du lautlos fotografieren, was ein großer Vorteil für Baby- und Neugeborenenfotos ist.
Alle diese Mamas aus meinem Online-Fotokurs für Eltern fotografieren mit einer Systemkamera. Du bist noch auf der Suche nach einer neuen Kamera? Hier findest du die 4 besten Systemkameras für Mamas.
Welches Objektiv eignet sich am besten für Babyfotos?
Wenn du mich nach einem einzigen Objektiv fragen würdest, würde ich dir ganz klar ein 35mm Objektiv mit einer großen Blende (zum Beispiel f/1.8) empfehlen.
Warum? Weil du damit auch in kleineren Räumen genug aufs Bild bekommst und gleichzeitig wunderschöne, natürliche Babyporträts mit einem weichen Hintergrund fotografieren kannst.
Ein 50mm Objektiv eignet sich ebenfalls sehr gut für Babyfotos, allerdings brauchst du dafür drinnen oft etwas mehr Platz. Deshalb würde ich Einsteigerinnen meistens zuerst zu einem 35mm Objektiv raten.
Die 12 besten Einsteiger-Objektive für schöne Kinderfotos
Brauche ich einen Blitz für Babyfotos?
Nein. Babys reagieren sensibel auf grelles Blitzlicht und natürliches Tageslicht ist besser geeignet für schöne Babyfotos. Natürliches Licht wirkt viel weicher, sorgt für natürliche Hautfarben und eine ruhige und entspannte Stimmung.
Stell dein Baby einfach möglichst nah an ein großes Fenster und schalte Zimmerlampen und den Kamerablitz aus. Selbst an einem bewölkten Tag reicht das Licht oft völlig aus. Ich habe seit 2013 hunderte Babys und Familien in ihrem Zuhause fotografiert und nicht ein einziges Mal einen Blitz benutzt. Auch nicht bei meinem eigenen Herbstbaby in unserer kleinen dunklen Wohnung.
Dieses Babyfoto entstand an einem dunklen Wintertag ohne Blitz und nur mit dem natürlichen Licht des Fensters.
Fotografiere ich im Automatikmodus oder im manuellen Modus?
Wenn du gerade erst anfängst, musst du nicht sofort im manuellen Modus fotografieren. Ich würde dir empfehlen, zuerst den Zeitautomatik-Modus (A oder Av) kennenzulernen. Dort stellst du nur die Blende ein und die Kamera übernimmt die Belichtungszeit.
So kannst du dich ganz auf dein Baby konzentrieren und lernst nebenbei, wie deine Kamera funktioniert. Wenn du später noch mehr Kontrolle haben möchtest, kannst du jederzeit in den manuellen Modus wechseln.
Welche Kameraeinstellungen brauche ich für Babyfotos?
Um den Hintergrund schön verschwimmen zu lassen, brauchst du eine kleine Blendenzahl, wie f/2 bis f/2.8). Wenn dein Baby schläft, reicht eine langsame Belichtungszeit, wie 1/100 sek. Bewegt sich dein Baby, brauchst du eine kurze Belichtungszeit, wie 1/500 sek, um Bewegungsunschärfe zu vermeiden. Der ISO Wert ist abhängig davon, wie viel Licht du für dein Foto hast.
Du möchtest deine Kamera endlich verstehen? In meinem Mini-Fotokurs für Mamas mit Kameras zeige ich dir mit vielen Bildbeispielen und Foto-Spickzetteln, was ISO, Blende und Verschlusszeit bedeuten.
Warum werden meine Babyfotos oft unscharf?
Wenn deine Babyfotos unscharf werden, liegt das meistens gar nicht am Fokus. Der häufigste Grund ist, dass deine Kamera zu wenig Licht hat und deshalb eine zu lange Verschlusszeit wählt. Babys bewegen sich ständig. Sie strampeln, drehen den Kopf oder fuchteln mit den Armen. Ist die Verschlusszeit zu lang, entstehen schnell unscharfe Bilder (warum, erkläre ich auch detailliert in meinem Baby- und Kinderfoto-Guide).
Keine Sorge, damit bist du nicht allein. Viele Mamas denken dann, sie könnten nicht fotografieren. In Wirklichkeit fehlt oft einfach nur Licht. Geh ein paar Schritte näher ans Fenster und du wirst überrascht sein, wie viel schärfer deine Fotos plötzlich werden.
Babyfoto von Kay Janet aus meinem Online-Fotokurs für Eltern. Wenn du deine Kamera verstehst, kannst du auch bei wenig Licht magische Babyfotos machen.
4. BILDGESTALTUNG, MOTIVE UND PERSPEKTIVEN
Welche Babyfotos kann ich mit einem 3 Monate alten Baby machen?
Mit etwa drei Monaten werden Babys deutlich wacher und beginnen, ihre Umgebung neugierig zu beobachten. Jetzt entstehen wunderschöne Fotos mit dem ersten Lächeln, beim Spielen auf der Krabbeldecke, auf Mamas Arm oder während der Bauchlage. Auch kleine Details wie die Händchen oder die neugierigen Blicke sind jetzt besonders schön. Ein paar sehr witzige Ideen findest du in meinem kostenlosen DIY Baby-Fotokurs für Mamas mit 4 Video-Tutorials.
Welche Babyfotos kann ich mit einem 6 Monate alten Baby machen?
Mit etwa sechs Monaten können viele Babys schon sitzen oder sich auf den Bauch drehen. Jetzt entstehen besonders lebendige Fotos beim Spielen, Lachen oder Entdecken ihrer Umgebung.
Wie posiere ich mein Baby für schöne Fotos?
Verzichte bei Babyfotos auf erzwungene Posten und halte lieber echte Alltagsmomente, wie das Wickeln, Kuscheln, Stillen, Schaukeln auf dem Arm der Eltern oder Details, wie die winzigen Händchen fest. Viele schöne Babyfoto-Ideen findest du in diesem Blogbeitrag:
Babyfotos selber machen: 12 natürliche Foto Ideen für zu Hause
An welches Gefühl möchtest du dich später bei deinen Babyfotos erinnern? Was sind die Momente, die du nie vergessen willst?
Wie fotografiere ich Geschwister zusammen mit dem Baby?
Fotografiere Geschwister am besten auf einer sicheren, weichen Fläche, wie auf dem Bett oder einen weichen Decke auf dem Boden. So sind die Köpfe nebeneinander und das Baby ist sicherer, als wenn es gehalten wird.
Am besten klappen Geschwisterfotos mit Baby, wenn die Babys auf dem Bett schlafen. Ich bitte die größeren Kinder dann, sich ganz leise an das Baby anzukuscheln oder die Babyfinger zu zählen. So konnte ich die beiden hier in Ruhe aus allen möglichen Perspektiven fotografieren. Von oben, von vorne und zu letzt mit Fokus auf die kleine Hand.
Statt direkt in die Kamera zu schauen, darf sich das Geschwisterkind einfach auf das Baby konzentrieren. So wirken die Fotos viel natürlicher.
Wie machst du Mama-Baby-Fotos zu Hause selber?
Das Selbstporträt mit meinem Sohn unten habe ich 3 Tage nach dem Kaiserschnitt im Krankenhaus gemacht. Hier habe ich die Handy-App SnapBridge mit meiner Nikon-Kamera verbunden und dann über das Handy ausgelöst. Wie dir bei Mama-Baby-Selbstporträts scharfe Fotos mit jeder Kamera gelingen, zeige ich dir hier in einem Video-Tutorial.
Ich fotografiere mich seit der Schwangerschaft selber und habe danach jahrelang so viele Selbstporträts mit meinem Kind gemacht, dass ich für euch einen eigenen Onlinekurs dazu erstellt habe.
Die einfachste Variante ist ein 10-Sekunden-Selbstauslöser, den jede Kamera und fast jedes Smartphone hat. Manche Kameras haben eine Intervallfunktion, mit der die Kamera alle paar Sekunden selber auslöst. Sehr beliebt bei den Mamas aus meinen Fotokursen sind auch Fernauslöser, die oben am Blitzschuh der Kamera montiert werden.
Bonus Tipp: Mache nicht nur Fotos, sondern auch Filme! 💛
So sehr ich Babyfotos liebe, eines bereue ich bis heute: Ich habe viel zu spät angefangen, unseren Familienalltag zu filmen. Erst als mein Sohn fast zwei Jahre alt war, habe ich angefangen drei- bis viermal im Jahr einen ganz normalen Tag mit dem iPhone festzuhalten. Immer nur kurze Clips mit ein paar Sekunden. Beim Aufwachen, Kuscheln, Wickeln, Frühstücken, Spielen oder auf dem Weg zur Kita.
Heute sind diese kleinen Filme für mich genauso wertvoll, wie meine Fotos. Ich höre seine Stimme, sehe seine Gestik und Mimik und erinnere mich an Dinge, die ich längst vergessen habe.
Wenn ich dir einen einzigen Rat mitgeben dürfte, dann diesen: Warte nicht. Fang heute an! In ein paar Jahren wirst du dir unendlich dankbar sein.
Selbstporträt mit meinem Sohn beim Stillen
Hat dir dieser Babyfotografie Guide geholfen?
Dann lade dir gerne meinen beliebten 0 € Mini-Fotokurs für Mamas herunter.
Darin zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du mit deiner Kamera scharfe, natürliche Baby- und Kinderfotos machst. Mit vielen Fotobeispielen, einfachen Erklärungen und meinen wichtigsten Spickzetteln für den Familienalltag.
Wer ist Leni Moretti?
Ich bin Mama eines kleinen Sohnes, fotografiere seit 2013 Babys und Familien und zeige Mamas seit vielen Jahren auf meinem Foto-Blog, auf Instagram, in meinem Kinderfotografie Newsletter und in meinem Online-Fotokurs für Eltern , wie sie mit ihrer Kamera selbst schöne Kinderfotos machen. 💛
Das könnte dich auch interessieren
