10 Tipps, wie Dein Mann tolle Mama-Kind-Fotos von Euch macht

Viele schöne Ideen, wie Du Mama-Kind-Fotos mit Baby, Kleinkind und/oder großem Kind mit Hilfe von Deinem Mann selber machen kannst. Damit das gut klappt, gibt es 10 praktische Tipps für die Umsetzung Eures Mama-Kind-Shootings.

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Von 200 Urlaubsfotos findet man Dich auf 5 Bildern. Im Familienalbum tauchst Du nur auf jeder 10. Seite auf und Deine Kinder fragen Dich, wo Du damals gewesen bist.  Na, hinter der Kamera!

Willkommen im Club.

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Das ist das, was ich das Fotografen-Los nenne. Wenn Du die Fotografin in Deiner Familie bist, gibt es viele schöne Erinnerungsfotos. Aber meistens ohne Dich.  Wenn Du Glück hast, existieren ein paar Handy-Selfies von Dir und Deinem Kind.

Vor kurzem schrieb mir eine Mama, „Von meinem 2. Kind gibt es aus dem Krankenhaus nicht einmal ein Foto mit mir, dafür mit sämtlichen Verwandten. Das ist mir aber erst hinterher aufgefallen und es tut mir bis jetzt noch leid.“

Wenn einem Fotografien und Erinnerungen so viel bedeuten, wie uns, tut es umso mehr weh, wenn man selber so selten darauf zu sehen ist. Und oft kann der Partner nichtmal nachvollziehen, warum Bilder so einen hohen Wert für uns haben. Frustrierend, ich weiß! Ich kenne das Gefühl.

Es wird also Zeit, das Thema selber in die Hand zu nehmen.

Letztens habe ich auf Instagram 3 Tipps veröffentlicht, wie Du mit auf’s Foto kommst. Einen Blogartikel gibt es auch dazu: "Und wo bin ich?" 3 Tipps, wie Du als Mama mit aufs Bild kommst

Es war spannend zu sehen, wie sehr sich die Kommentare ähnelten:

„Mein Mann kann aber auch einfach nicht fotografieren. Entweder ist das Foto schief oder unscharf.“ „Meiner auch nicht. Und wenn er es tut, dann immer im Querformat!“

Na, kommt Dir das bekannt vor?

Damit solche Situationen der Vergangenheit angehören, zeige ich Dir jetzt 10 Tipps, wie Dein Mann endlich schöne Aufnahmen von Dir und den Kindern macht. Sie gelten natürlich auch für Freunde und andere Familienmitglieder. Der wichtigste Tipp überhaupt:

 

Nimm die Dinge selber in die Hand!

 

Du drückst Deinem Mann die Kamera in die Hand und denkst, „Der macht das schon.“? Hmm, es gibt eine bessere Strategie. Dein Mann hat keine Ahnung von Fotografie? Muss er auch nicht. Du zeigst ihm alles, was er wissen muss.

Dabei gehst Du so vor:

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1. Dein Wunsch

Überlege Dir vorher genau, was Du Dir für ein Foto wünscht. Wie soll es aussehen? Wo stehst oder sitzt Du wie mit Deinem Kind? Egal, ob im Urlaub oder im Alltag, ob drinnen oder draussen. Es gibt so viele Momente, die es sich lohnt mit seinen Kindern festzuhalten.

 

2. Mache ein Testfoto

Wenn ich meinen Freund bitte, ein Foto von mir zu machen, mache ich zunächst das Foto, das ich haben möchte selber. Dann zeige ich ihm das Foto, damit er weiß, wie es aussehen soll. Dabei sage ich auch „Der Rahmen geht von der Tür bis hier zur Kommode.“ So weiß er genau, welchen Bildausschnitt ich haben möchte.

Wenn Du jetzt also im Urlaub oder Alltag ein schönes Foto von Deinem Mama und Eurem Kind machst und Dir denkst, so ein Foto hättest Du von Dir und Deinem Kind auch gerne, zeige ihm das Foto!

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3. Kamera-Einstellungen

Bevor Du Deinem Mann die Kamera in die Hand drückst, stelle auf jeden Fall alle Kamera-Werte ein! So verhinderst Du, dass das Foto unscharf und/oder falsch belichtet wird. Wenn Du im Manuellen Modus fotografierst, ist das ganz besonders wichtig. 

Im Manuellen Modus ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Foto scharf und richtig belichtet werden, übrigens viel höher, als mit der Halbautomatik. Wenn Du aber mit der Automatik fotografierst, solltest Du den nächsten Tipp beherzigen:

 

4. Licht ist alles!

Wenn Du mit der Zeitautomatik oder Blendenautomatik fotografierst, solltest Du auf ausreichend natürliches Tageslicht achten. Drinnen am besten in Richtung des Lichteinfalls fotografieren oder in der Nähe eines Fensters und draussen im Schatten. So ist es für Deinen Mann einfacher, schöne Mutter-Kind-Fotos von Euch zu machen.

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5. Je konkreter, desto besser

Dein Mann geht immer sehr weit zurück, damit alle drauf sind, Du möchtest aber eine Nahaufnahme? Dann sag ihm das! Du entscheidest. 

Ich zeige meinem Freund immer, wo genau er sich hinstellen soll, wenn er das Foto aufnimmt. Und ob er das Foto stehend oder in der Hocke macht. Und dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Wenn er weiß, wo er stehen, welchen Bildausschnitt er nehmen und wie das Foto am Ende aussehen soll, muss er nur noch auf den Auslöser drücken.

Und nicht vergessen, nochmal darauf hinzuweisen, ob Du das Foto im Hochformat oder Querformat haben möchtest! Manchmal ist es auch schön, beides zu haben. Dann bittest Du ihn einfach, das Foto in beiden Formaten zu machen.

 

6. Scharf stellen

Wenn Du alles vorbereitet hast (Kamera-Einstellungen, Ausgangsposition, Testfotos, Licht), Dein Mann aber nicht weiß, wie er scharf stellen soll, werden die Mama-Kind-Bilder trotzdem unscharf. Das wollen wir vermeiden!

Die einfachste Lösung ist diese: Du aktivierst im Autofokusmenü Deiner Kamera das mittlere Fokus-Feld als Standard, damit die Kamera auf das scharf stellt, was sich in der Bildmitte befindet. Dann positionierst Du Dich mit Deinem Kind in der Mitte des Bildes, sagst Deinem Mann, dass er in der Mitte scharf stellen soll und voilá!

Wenn Du schon länger fotografierst und gerne mit einzelnen Fokus-Punkten scharf stellst, setze die Schärfe vorher genau an die Stelle im Foto, wo Du sie haben möchtest! So mache ich das mit meinem Freund auch und sage dann: "Das rote Rechteck im Bild muss sich genau auf meinem Gesicht befinden. Du tippst den Auslöser leicht an, bis mein Gesicht scharf ist und dann drückst Du den Auslöser ganz durch, um das Foto zu machen."  

In meiner Blogserie zur Manuellen Fotografie habe ich die wichtigsten Infos zu dem Autofokus und Fokus-Feldern kurz und knapp zusammengefasst: {Teil 6} Blogserie Manuell fotografieren - Autofokus und Schärfe

 

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7. Schnell noch die Haare richten

Deine Haare liegen nicht richtig? Dafür kann Dein Mann nichts.

Erwarte nicht von ihm, dass er weiß, wie Du im Foto aussehen möchtest. Die Frisur sitzt nicht? Das Kleid auch nicht? Macht nix! Noch wichtiger, als ein perfektes Foto zu haben, ist es oft, überhaupt eine Erinnerung an einen wertvollen Moment zu haben.

Wenn Du kurz Zeit hast, schau nochmal schnell in den Spiegel oder bitte ihn im 2. Anlauf, nochmal ein paar Fotos zu machen.

 

8. Viele Bilder machen!

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Wenn Du schonmal die Gelegenheit hast, vor der Kamera zu stehen, nutze sie! Ich bitte meinen Freund immer, 5 bis 10 Aufnahmen hintereinander zu machen. Nach jedem Foto bewege ich mich ein bisschen, sodass die Fotos unterschiedlich aussehen und ich eine schöne Auswahl habe.

So ist immer eins dabei, was mir gefällt.

Vielleicht lässt sich Dein Mann auch zu einem Mini-Shooting überreden. Ihr vereinbart gemeinsam eine Zeit, Du überlegst Dir vorher, welche Situationen Du mit Deinen Kindern festhalten möchtest und dann setzt Ihr das gemeinsam um.

Und zwischendurch stellt Ihr die Kamera ins Regal und macht mit dem Selbstauslöser ein paar Familienfotos, auf denen alle zusammen drauf sind.

 

8. Nicht mit Lob sparen

Dieser Tipp ist ganz doll wichtig! Dein Partner tut Dir einen Gefallen und wenn Du möchtest, dass er öfter die Kamera in die Hand nimmt, solltest Du ihn ausgiebig loben: „Danke, mein Schatz, voll lieb von Dir, das bedeutet mir echt viel.“ „Oh, dieses Foto hier finde ich total super, das hier auch!“

Die Fotos, die Dir nicht gefallen, kommentierst Du einfach nicht. Und Deine Kritik behältst Du für Dich. Sonst vergeht ihm ganz schnell die Lust, Fotos von Dir und den Kindern zu machen.

 

10. Mehrere Versuche

Wenn Du ihn lobst und für seine Unterstützung dankbar bist, wird er vielleicht bereit sein, das kleine Fotoshooting zu verlängern. Du könntest zum Beispiel sagen:

„Oh, das Foto hier finde ich ganz toll. Aber es wäre noch schöner, wenn man das Gesicht des Kleinen sehen könnte. Könnten wir das nochmal probieren?“

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Mit diesen Tipps wird es bald viel mehr unvergessliche Erinnerungen von Dir und Deinen Kindern geben, versprochen! 

Ich weiß, dass man als Fotografin der Familie manchmal über seinen Schatten springen muss, um die Anderen um ein Foto zu bitten. Das Augenrollen und Kommentare wie „Muss das sein?“, „Schon wieder?“ und „Du bist aber ganz schön eitel!“ musst Du Dir nicht so zu Herzen nehmen.

Es lohnt sich, immer und immer wieder darum zu bitten. Denn diese Erinnerungen werden später so wertvoll sein. Für Dich. Und für Deine Kinder.

 

Online-Fotokurs für Eltern

 

Im Herbst 2018 zeige ich Dir in meinem Online-Fotokurs für Eltern Schritt für Schritt alles, was Du für schönere Kinderbilder brauchst, und in welcher Reihenfolge. Hier bekommst Du einen kleinen Einblick, was Dich in diesem Fotokurs erwartet: 

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