10 Profi-Tipps: So gelingen Kinderfotos an Weihnachten

10 Profi-Tipps für schöne Kinderfotos an Weihnachten. Schummriges Kerzenlicht, Lichterketten und aufgeregte Kinder. So magisch die Weihnachtszeit auch ist, als Hobbyfotograf kann sie eine echte Herausforderung sein. Hier sind 10 praktische Foto-Tipps für eine frustfreie Weihnachtszeit, unbezahlbare Erinnerungen und leuchtende Kinderaugen.

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Es gibt diese Momente im Leben, da wünscht man sich noch mehr als an anderen Tagen, dass die Fotos was werden. Beim Geburtstag Deiner Kinder. Am ersten Schultag. Oder zu Weihnachten. Du möchtest die großen Kinderaugen festhalten, wenn sie den Tannenbaum und die Geschenke bestaunen oder ihre Freude beim Auspacken der Geschenke.

Die schlechte Nachricht: Stimmungsvolle, gut belichtete Kinderbilder unter dem Weihnachtsbaum zu machen, ist echt richtig schwer im Automatik-Modus. Wenn Du Dich aber ein bisschen mit Deiner Kamera auskennst, können tolle Bilder entstehen. Die gute Nachricht: Es gibt ein paar Regeln, mit denen Du unscharfe, verwackelte Fotos vermeiden kannst. Und die schauen wir uns jetzt an.

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit der wunderbaren Familienfotografin Viola Mueller-Gerbes aus Regensburg entstanden.

© Foto von Viola Mueller-Gerbes

© Foto von Viola Mueller-Gerbes

1. Laß Dich nicht entmutigen!

Wenn Du im (Halb)Automatik-Modus fotografierst, werden wahrscheinlich sehr viele Kinderfotos dabei sein, die unscharf sind. Das liegt nicht an Dir, sondern daran, dass Du Deine Kamera (noch) nicht gut genug verstehst. Laß Dich davon nicht entmutigen, sondern mache so viele Fotos wie möglich und behalte die folgenden Tipps im Hinterkopf. Auch wenn viele Fotos nix werden, wirst Du auf diese Weise wenigstens ein paar scharfe, gut belichtete Bilder haben, die Dich zu diesem Weihnachtsgefühl zurückbringen.

2. Planung ist alles

Lege Dir am besten schon ein paar Tage vor Weihnachten alles zurecht, an den Feiertagen hast Du genug andere Dinge um die Ohren. Lade in Ruhe Deine Kamera-Akkus, sorge für leere Speicherkarten in der Kamera und putze nochmal fix die Objektive. Vielleicht überlegst Du Dir auch schon ein paar Fotomotive und Einstellungen?

3. Nicht blitzen!

Fotografiere ohne Blitz, damit Du die echten Farben einfangen kannst. Ein Blitz lässt die Foto zu hell und unnatürlich wirken. Da bleibt nichts von der heimeligen Weihnachtsstimmung übrig. Wenn es sehr dunkel ist, bewege Dein Kind näher zum Licht oder mache noch mehr Lampen an.

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4. Licht, Licht und … Licht!

Die Lichtverhältnisse sind an grauen Wintertagen eine große Herausforderung. Warum? Weil fehlendes Licht der häufigste Grund für unscharfe Kinderbilder ist. Wie Du auch bei wenig Tageslicht scharfe Aufnahmen machst, erfährst Du hier:

4 Gründe für unscharfe Kinderfotos in der Wohnung (+ die Lösung)

Am natürlichsten sehen Kinderbilder mit Tageslicht aus. Wenn es draussen noch hell ist, fotografiere Dein Kind in der Nähe eines Fensters oder Balkons, oder noch besser draussen. Fotografiere, wenn möglich, in Richtung des Lichteinfalls. Also so, dass Du Dich zwischen der Lichtquelle (z.B. dem Fenster) und Deinem Kind befindest. So ist das Kindergesicht schön ausgeleuchtet und das Risiko, dass Dein Foto verwackelt, sinkt.

Wenn es kein Tageslicht mehr gibt, kannst Du Dein Kind in der Nähe einer Kerze, Lichterkette oder Lampe fotografieren. Dabei können tolle Fotomotive entstehen, so wie auf dem Kerzenfoto.

5. Fotografiere in Schwarzweiss

Bei vielen Digitalkameras kann man mit verschiedenen Farbfiltern fotografieren. Fotografiere ruhig auch mal mit dem Schwarzweiss-Filter Deiner Kamera.

6. Hohe ISO-Zahlen

Fotografiere mir einer hohen ISO-Zahl bis maximal 1600. So erhältst Du ein Maximum an Licht. Wie man den ISO-Wert einstellst, kannst Du hier genauer nachlesen: {Teil 2} Blogserie Manuell fotografieren - ISO und Licht

© Foto von Viola Mueller-Gerbes

© Foto von Viola Mueller-Gerbes

7. Weihnachtsrituale

Jede Familie hat ihre eigenen Traditionen. Überlege mal, was typisch für Euch ist und halte genau das fest! Vielleicht kuschelt Ihr morgens lange im Bett oder schaut stundenlang Märchenfilme oder spielt Gesellschaftsspiele mit der ganzen Verwandschaft? Hier können unbezahlbare, authentische Aufnahmen entstehen.

© Foto von Viola Mueller-Gerbes

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Habe am besten keine zu genauen Erwartungen, wie Deine Kinder sich vor der Kamera zu verhalten haben, sondern beobachte die Situation neugierig. Die schönsten Aufnahmen entstehen oft, wenn sich Kinder unbeobachtet fühlen und in eine Aktivität versunken sind. Zum Beispiel beim Baum schmücken oder Spielen unter dem Weihnachtsbaum.

Hier lohnt es sich übrigens auch, die schöne Weihnachtsdeko, Plätzchen und aufwendigen Mahlzeiten mit der Kamera festzuhalten! Wenn Du später ein Fotoalbum gestaltest, unterstreichen solche Detailaufnahmen die gemütliche Weihnachtsstimmung.

8. Verschlusszeit selber bestimmen

Verwackelte Bilder kannst Du verhindern, indem Du selber die Verschlusszeit bestimmst und dies nicht automatisch der Kamera überläßt. Dafür wählst Du den S-Modus bzw. T/Tv-Modus. Bei einem sich bewegenden Kind darf die Verschlusszeit nicht unter 1/150 Sekunde liegen. Wenn sich Dein Kind kaum bewegt, ist auch 1/60 Sekunde in Ordnung. Die Verschlusszeit sollte nie unter 1/60 sec liegen, da sonst das Zittern Deiner Hand das Foto verwackelt.

9. Kreative Perspektiven

Gehe auf die Höhe Deines Kindes, in die Hocke oder leg Dich gleich auf den Boden. Beobachte Dein Motiv, bis Du den Auslöser drückst. Achte auf das Licht, die Position des Kindes und den Bildausschnitt. Man kann ruhig die Position des Kindes verändern. Aber auch reines Beobachten funktioniert gut. Probiere verschiedene Perspektiven aus, bewege Dich um Dein Kind herum, bis es sich für Dich stimmig anfühlt. Ein paar Bildelemente im Vordergrund, wie hier die Tannenzweige, können Dein Kinderfoto noch spannender machen.

© Foto von Viola Mueller-Gerbes

© Foto von Viola Mueller-Gerbes

Fehlt Dir noch eine zündende Idee für kreative Kinderfotos während der Feiertage? Auf Pinterest habe ich ein paar tolle Foto-Inspirationen für Euch gesammelt!

10. Und wo bist Du?

Nicht vergessen, selber mit auf’s Bild zu kommen! Drücke die Kamera ruhig mal zwischendurch einem Familienmitglied in die Hand. Damit die Fotos dann auch was werden, hilft es, diese Tipps zu beherzigen:

10 Tipps, wie Dein Mann (bzw. Deine Familie) tolle Mama-Kind-Fotos von Euch macht


Und nicht vergessen: Ja, Fotos sind wunderbare Erinnerungen. Aber manchmal ist es noch viel wichtiger, voll und ganz im Moment zu sein mit Deinen Liebsten. Da kann die Kamera auch ruhig mal ausgeschaltet bleiben.

 

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