Amitola Eltern-Kind-Café Berlin Friedrichshain - Café Story

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Als ich letztens für die Mompreneurs als Fotografin unterwegs war, lernte ich die sympathische Besitzerin des Kindercafés Amitola in Berlin Friedrichshain, Ines Pavlou, kennen. Wir hatten gleich einen Draht zueinander und kamen von einem Thema zum nächsten, bis ich merkte, ach ich wollte ja Fotos machen! Wie ich da so saß und Ines zuhörte, dachte ich mir, das wäre doch was für meine Fotoserie Café Storys. Und Familienfotografin und Kindercafé, das passt sowieso! 

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Wie kam es zur Gründung vom Amitola Eltern-Kind-Café?

Ich habe als junge Frau einen kaufmännischen Beruf gelernt und schon in der Ausbildung gemerkt, wie mir die Arbeit mit Menschen liegt. Einige Jahre arbeitete ich im Lebensmittel-Einzelhandel als Filialleiterin und verbrachte dann aber 5 schöne Jahre als Reiseleiterin in Zypern! Ich genoss das freie selbständige Arbeiten, daher kam nach meiner Rückkehr nach Deutschland auch die Idee zur Selbsttändigkeit.

Durch meine Kinder bin ich auf die Idee mit dem KIndergeschäft gekommen. Warum am Ende mit Cafe? Weil die Leute immer alle bei mir zum Kaffee trinken sitzen bleiben wollten  und da brauchte ich Raum für mehr Sitzplätze.

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Wie bist Du auf den Namen "Amitola" gekommen? 

Schon früher fiel es mir schwer, einen Namen für mein Haustier zu finden. Eine Freundin sagte mir, google mal indianische Namen, die klingen schön. Amitola war der Erste, den ich gefunden habe. Das heißt Regenbogen in der nordindianischen Najavo Sprache... das wars! Ich mag schnelle Entscheidungen und mit A steht man oft oben!

Wie läuft's? 

Sehr gut, wir eröffnen im September einen 2. kleineren Laden in Karlshorst.

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Was ist das Schönste daran, Café-Besitzer zu sein? 

Dass ich mich auch sozial einbringen kann. Wir bilden Lehrlinge mit Lernbehinderung oder ohne Schulabschluss aus. Außerdem bechäftigen wir Menschen mit Beeinträchtigungen.

Was hättest Du so nicht erwartet? 

Dass die Gastronomie so arbeitsintensiv ist, der 2. Laden wird daher einen etwas kleineren Café-Bereich haben.

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Wie fühlt es sich an, ein eigenes Café zu betreiben? 

Sehr gut! Ich brauche die Unabhängigkeit und Zeit für meine KInder und die kann ich mir so gut selbst einteilen.

Lieblingsecke im Amitola?

Keine Bestimmte, aber morgens geniesse ich eine Stunde ganz alleine in meinem Geschäft und freue mich das es so schön ist!

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Lieblingskaffee und Lieblingskuchen?

Ich trinke mittlerweile am liebsten normalen Kaffee auch ohne Koffein. Kuchen? Mozarttorte!

Was wünscht Du Dir für die Zukunft?

Dass es finanziell etwas leichter wird, aber ansonsten darf alles bleiben wie es ist.

Was macht das Amitola noch aus?

Wir sind halt nicht explizit ein Café, sondern unsere Kombination aus Laden, Café, Kursräumlichkeiten und auch Veranstaltungen, macht uns besonders für unsere Kunden. Die Inklusion die wir leben, kommt noch als Besonderheit oben drauf. Man sieht nirgendwo MItarbeiter mit Trisomie 21 in einem Café arbeiten. Leider!

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Gibt es eine besondere Begegnung mit einem Gast, die Dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Jeder Tag ist besonders. Die Begegnung mit Menschen und vor allem den vielen Babys ist jeden Tag anders und schön!

Welches Café kannst Du für unser Café Portrait als nächstes empfehlen?

Für mich ist das Mauna Kea beim Müggelsee das beste Frühstückscafé das ich kenne. Ab 8 Uhr gibt's da Frühstück (wir sind Frühaufsteher) und selbst in der Woche muss man täglich reservieren, sonst bekommt man keinen Platz!

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